
The Tourist – Irisches Blut
Elliot hat erfahren, dass ihn mehr mit den McDonnells verbindet, als ihm lieb ist. Zwar ist jetzt klar, warum Donal ihn hasst, aber das Wissen bringt Helen u...
Erscheinungsjahr: 2014• D• 110 Minuten
Deutschland, Stunde null: Lene (Nina Kunzendorf) bringt ihre schwer verletzte Freundin Nelly (Hoss) nach Berlin zurück. Das Gesicht der Auschwitz-Überlebenden wurde im KZ zerstört, ein Chirurg stellt es weitgehend wieder her. Als „Ester“ sucht Nelly ihren Mann Johnny (Ronald Zehrfeld) auf, der sie einst verraten haben soll. Der Nachtclubmusiker aber scheint sie nicht zu erkennen. Ihre Ähnlichkeit mit Nelly aber bringt ihn auf einen Plan: Mit ihrer Hilfe will er an das Vermögen von Nellys im Holocaust ermordeter Familie herankommen. Nelly lässt sich auf das Vorhaben ein, verfolgt aber selbst ganz andere Absichten… Petzolds langjährige Muse Nina Hoss bietet eine Leistung von schmerzhafter Intensität. Teilweise an Fassbinder und an Hitchcocks „Vertigo“ erinnernd, geht es hier um Verdrängung, Verrat und die Sehnsucht der Davongekommenen nach Normalität und einer neuen, unbefleckten Identität. Zuletzt lotete Petzold in „Barbara“ die Grenzen des Individuums in der DDR aus. Hier verhandelt er das Schweigen, das auf die Schrecken und Deformationen des Holocaust folgte.
🍿 Unser Redaktions-Fazit: Perfektes Popcorn-Kino für einen entspannten Filmabend auf der Couch.

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